Payback Pay, Apple Pay, Google Pay: Welche Bezahl-App spart am meisten?
Nur eine der drei großen Bezahl-Apps spart tatsächlich Geld. Der Unterschied liegt in den Coupon-Systemen, nicht in der Technik. So holst Du das Maximum heraus.

Nur eine der drei großen Bezahl-Apps spart tatsächlich Geld. Der Unterschied liegt in den Coupon-Systemen, nicht in der Technik. So holst Du das Maximum heraus.

Drei Apps, die an der Kasse blinken. Aber nur eine davon spart tatsächlich Geld. Die anderen zwei sind bequem, mehr nicht. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern in den Coupon-Systemen dahinter.
Apple Pay und Google Pay sind Bezahlwege. Nicht mehr. Du hinterlegst eine Kreditkarte oder Girokarte, hältst das Handy an das Terminal, fertig. Schnell, kontaktlos, keine PIN bei Beträgen unter 50 Euro. Kein Cashback, kein Bonus, keine Punkte. Wer glaubt, mit Apple Pay zu sparen, verwechselt Bequemlichkeit mit Ersparnis.
Payback Pay funktioniert anders. Die App verbindet Bezahlung mit dem Payback-Punktesystem. Bei jedem Einkauf in einem Payback-Partnergeschäft (REWE, dm, PENNY, Aral und andere) sammelst Du automatisch Punkte. Einen Punkt pro Euro, 100 Punkte sind ein Euro. Das klingt nach fast nichts, 1 % Rückerstattung. Und isoliert betrachtet lohnt sich das tatsächlich kaum.
Die Basispunkte bei Payback sind Nebensache. Die App-Coupons dagegen nicht. Jeden Montag aktualisiert sich die Liste: 10-fach Punkte auf Hafermilch, 15-fach auf eine Zahnpasta-Marke, 20-fach auf Waschmittel. Produkte, die in den meisten Einkaufswagen ohnehin landen.
Konkret: Ein REWE-Einkauf für 62 Euro bringt mit aktivierten Coupons regelmäßig Punkte im Wert von 4 bis 6 Euro. Drei Fingertipps in der App auf dem Parkplatz, bevor Du den Laden betrittst. Über einen Monat mit vier Einkäufen summiert sich das auf 16 bis 24 Euro Rückerstattung. Pro Jahr sind das 190 bis 290 Euro, ohne das Einkaufsverhalten zu ändern.
Der Haken: Die meisten Nutzer installieren die App und vergessen die Coupons. Dann sammeln sich nur die Basispunkte, das Ergebnis ist mager, und Payback wird als nutzlos abgestempelt. Das Aktivieren der Coupons macht den gesamten Unterschied.
Unser Tipp: Coupons vor jedem Einkauf in der App aktivieren. Nicht nur die offensichtlichen. Auch 5-fach Punkte auf Butter oder Milch lohnen sich über die Wochen, weil diese Produkte bei fast jedem Einkauf im Wagen liegen.
Payback-Partner decken Lebensmittel und Drogerie gut ab. Bei allem anderen sieht es dünn aus: kein Saturn, kein MediaMarkt, kein Online-Shop außerhalb der wenigen Payback-Partner. Wer beim Bäcker, im Restaurant oder bei kleineren Händlern zahlt, hat von Payback Pay nichts.
Dazu kommt: Payback Pay funktioniert nur mit Girokonto-Anbindung, nicht mit Kreditkarte. Wer keine Lastschrift will, kann die Punkte sammeln, aber nicht über die App bezahlen.
Apple Pay und Google Pay verdienen einen zweiten Blick, wenn eine Cashback-Kreditkarte hinterlegt ist. Kostenlose Karten wie die Barclays Visa geben 1 % Cashback auf jeden Umsatz. Keine Obergrenze, kein Kleingedrucktes. Bei einem Jahresumsatz von 10.000 Euro (realistisch für Alltagsausgaben plus Online-Shopping) sind das 100 Euro zurück.
Der Clou: Das Cashback kommt von der Kartenausgeberin, nicht von Apple oder Google. Die App ist nur der Bote. Dieselbe Karte physisch an das Terminal halten bringt denselben Betrag zurück. Apple Pay macht den Vorgang schneller, nicht günstiger.
Beide Systeme lassen sich kombinieren. Bei REWE: Payback-Coupons aktivieren, mit Payback Pay bezahlen, Punkte sammeln. Bei allen anderen Läden: Apple Pay oder Google Pay mit Cashback-Karte. Wer beides konsequent nutzt, holt sich über ein Jahr 250 bis 400 Euro zurück. Ohne irgendetwas am Einkaufsverhalten zu ändern, außer welche App an der Kasse geöffnet wird.
Wer das Thema Cashback und Punkteprogramme systematisch angehen will, findet dort einen ausführlichen Guide. Der Vergleich zwischen Cashback und Gutscheinen zeigt außerdem, wann welche Spar-Methode mehr bringt.
Payback Pay bei allen Partnern. Apple Pay oder Google Pay (mit Cashback-Karte) überall sonst. Samsung Pay wurde 2023 eingestellt und ist keine Option mehr. Dass Payback dabei Einkaufsdaten sammelt, gehört zur ehrlichen Rechnung: Die Punkte haben einen Preis, und der besteht aus Daten. Wer das nicht will, fährt mit der Cashback-Kreditkarte allein immer noch besser als ohne alles.