Payback Pay, Apple Pay, Google Pay: Welche Bezahl-App spart am meisten?
Payback Pay, Apple Pay oder Google Pay - welche Bezahl-App bringt Dir echtes Geld zurück? Wir vergleichen Spareffekt, Akzeptanz und die cleverste Kombination.

Mein Kumpel Flo hat mir letztens erzählt, er spart mit Apple Pay. Hat mich kurz sprachlos gemacht. Flo, sage ich, Apple Pay ist ein Durchlauferhitzer. Da geht Dein Geld durch und kommt auf der anderen Seite genauso wieder raus. Nix Cashback, nix Bonus, nix gar nix. Er guckt mich an: „Ja aber es ist so bequem." Klar Flo, bequem. Ist mein Sofa auch, macht mich aber nicht reicher.
Jetzt mal im Ernst. Ich hab in den letzten zwei Jahren so ziemlich jede Bezahl-App ausprobiert, die es in Deutschland gibt, und die ehrliche Antwort auf die Titelzeile hier oben ist eigentlich langweilig: Du brauchst Payback Pay. Für den Rest ist egal was Du nimmst.
Ich rede nicht von den Basispunkten. Die sind Schrott. Ein halber Cent pro Euro, das sind für nen 47-Euro-Einkauf bei REWE ungefähr 23 Cent. Dafür bückt sich keiner.
Aber dann sind da die Coupons in der Payback-App. Und die sind der eigentliche Grund, warum ich diesen Text schreibe. Jeden Montag aktualisiert sich die Liste. 10-fach Punkte auf Hafermilch, 15-fach auf irgendeine Zahnpasta-Marke, 20-fach auf Waschmittel. Die Sachen, die Du sowieso kaufst. Ich hab letzte Woche bei REWE einen 62-Euro-Einkauf gemacht und durch die aktivierten Coupons Punkte im Wert von 5,30 Euro mitgenommen. Für drei Fingertipps vorher auf dem Parkplatz.
Und das ist halt der Punkt, an dem es mir schwerfällt, nicht genervt zu sein. Weil neunzig Prozent der Leute die App installieren und die Coupons nicht aktivieren. Dann sagen alle „Payback lohnt sich doch nicht". Junge. Das ist wie ne Waschmaschine kaufen und sich beschweren, dass die Wäsche nicht sauber wird, weil Du kein Waschmittel reintust.
Wo Payback Pay nicht geht, und das muss man halt akzeptieren: überall wo kein Payback-Partner ist. Also Saturn, der Bäcker, das Restaurant, Online-Shops bis auf die paar Payback-Partner. Nervig. Auch nervig: geht nur mit Girokonto, keine Kreditkarte.
Ganz simpel. Alles was nicht bei REWE, dm, PENNY oder Aral passiert, bezahle ich mit Apple Pay. Dahinter liegt die Barclays Visa. Die gibt 1 % auf jeden Umsatz, kostet nichts, hat kein Kleingedrucktes das Dich ärgert. Hat mir letztes Jahr irgendwas um die 110 Euro Cashback gebracht. Nett.
Wichtig ist aber: Das Cashback kommt von Barclays. Nicht von Apple. Apple Pay ist nur der Bote. Du kannst die Karte auch physisch aus der Tasche ziehen, selber Effekt. Apple Pay macht den Vorgang halt schneller und Du musst nicht in der Schlange mit dem Portemonnaie rumfummeln.
Google Pay? Selbe Nummer. Android statt iPhone, sonst identisch. Samsung Pay hatte mal was eigenes, ist aber seit 2023 eingestampft. Vergiss es.
Nicht dass Leute Apple Pay nutzen. Das ist eine gute App. Sondern dass sie denken, damit wäre das Thema erledigt. Ist es nicht. An der REWE-Kasse hast Du mit Payback Pay mehr davon. An allen anderen Kassen hast Du mit ner kostenlosen Cashback-Karte mehr davon. Beides zusammen, und Du holst Dir pro Jahr genug zurück, um zwei, drei Mal nett Essen zu gehen. Ohne irgendwas an Deinem Alltag zu ändern außer welche App Du an der Kasse öffnest.
Dass Payback dabei Deine Einkaufsdaten sammelt: geschenkt. REWE weiß eh was Du kaufst, Google weiß wo Du einkaufst, und Dein Handy kennt Dich besser als Dein Partner. Dann hol Dir wenigstens was dafür.